Konsumentenschutz-Organisation frequencia lanciert Volksinitiative für strahlungsarme Lebensräume und Senkung der Mobilfunk-Grenzwerte

18. Oktober 2019 in Medienmitteilung

  • Die Konsumentenschutzorganisation frequencia startet im Frühjahr 2020 eine Volksinitiative,
    um die Strahlenbelastung der Bevölkerung zu verringern.
  • Die Aufhebung des bestehenden, absurden Konzepts, wonach Innenräume durch Aussenantennen
    versorgt werden, schafft strahlungsarme Lebensräume und ermöglicht eine massive Grenzwertsenkung.
  • Niemand soll im eigenen Wohnbereich unfreiwillig durch Funkstrahlung aller Quellen belastet werden.
  • Der Ausbau des Mobilfunknetzes mit 5G soll vorerst gestoppt werden.

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Der Aufbau des 5G-Netzes soll zusätzliche 15’000 Mobilfunksendeanlagen benötigen und bis zu einer Million Geräte pro Quadratkilometer per Funk vernetzen können. Der Strahlungspegel wird entsprechend massiv steigen. Ohne Rücksicht auf potenziell schädliche Auswirkungen der Strahlung adaptiver Antennen sowie hoher Frequenzen (Millimeterwellen) auf Gesundheit und Umwelt fordern die Mobilfunkbetreiber eine Erhöhung der Grenzwerte von 6 V/m auf 20 V/m. Umfragen in der Bevölkerung zeigen aber, dass die Mehrheit gegen eine Erhöhung der Grenzwerte ist und vor den Risiken der Zwangsbestrahlung geschützt sein will. Mit einer Volksinitiative will daher frequencia die rechtlichen Voraussetzungen für strahlungsarme Lebensräume schaffen. Das Mobilfunknetz muss zukunftsgerechter und energieeffizienter gestaltet werden.

Abschaffung der absurden Funkversorgung des Innenraums von aussen her

Um zuhause ein Buch zu lesen, benutzen wir zum Beispiel die Nachttischlampe, nicht die Strassenlaterne. Genauso unsinnig ist es, dass wir uns im Innenraum über eine Aussenantenne vernetzen. Da heute der Grossteil der mobilen Kommunikation von Innenräumen aus stattfindet, müssen und können diese auf gesundheitsverträglichere Weise versorgt werden. Wird die generell per Kabel zu gewährleistende Innenversorgung mit Breitbandinternet systematisch von der Aussenversorgung getrennt, so braucht die Strahlung der Mobilfunkantennen nicht mehr die Mauern zu durchdringen. Sie muss nur noch die Nutzer im Freien versorgen. Die Antennen können so viel schwächer strahlen, und der Grenzwert für diese Strahlung kann massiv gesenkt werden.

Reglementierung der Strahlungsquellen

Der Schutz des eigenen Wohnraums vor der zwangsweisen Strahlungsbelastung aus dem öffentlichen Mobilfunknetz ist als Prinzip gesetzlich zu verankern. Niemand soll im eigenen Wohnbereich unfreiwillig einer Funkstrahlung ausgesetzt sein. Auch private hochfrequente Strahlungsquellen, zum Beispiel WLAN-Sender, sollen so reglementiert und eingestellt werden, dass keine Nachbarn davon belastet werden. Noch nie gab es bei der Einführung eines neuen Mobilfunkstandards so starken Protest wie gegen 5G. Die Betroffenheit der Bevölkerung rührt unter anderem auch davon her, dass aufgrund verbreiteter praktischer Erfahrungen allmählich klar wird: Die geltenden Grenzwerte bieten den gesetzlich zugesicherten Schutz nicht, insbesondere nicht vor der Strahlungsbelastung durch adaptive 5G-Antennen. frequencia fordert daher ein nationales Moratorium zur 5G-Technologie und eine massive Senkung der Grenzwerte.

Weitere Informationen
Deutsch: Peter Schlegel 044 984 14 67 / 044 984 00 39
Französisch und Englisch: Tamlin Schibler Ulmann 024 420 22 86 / 079 394 79 83

connected to life – frequencia setzt sich für einen bewussten Umgang mit digitalen Techniken ein,
um die negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur zu minimieren –
für eine Welt, in der die Technik dem Menschen dient, und nicht umgekehrt.

Weitere Informationen zum Thema:

https://www.frequencia.ch/project-details/indoor-outdoor-trennung-fuer-eine-zukunftsweisende-mobilfunkversorgung/

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