Klima-Demo in Bern: 5G & Digitalisierung lässt Energieverbrauch ansteigen und belastet das Klima

29. September 2019 in Blog

In Bern haben sich am 28.09.2019 mehrere zehntausende Menschen zur Demonstration «Klima des Wandels» versammelt. Frequencia war zusammen mit anderen Aktivisten auf der Demo präsent um auf die Auswirkungen von 5G & Digitalisierung aufmerksam zu machen.

Schutz der Lebensgrundlagen

Zu der Kundgebung hatte ein Bündnis von über 80 Organisationen aufgerufen. Kurz vor den Wahlen wurde somit ein starkes, lautes und buntes Zeichen gesetzt, dass es bei anstehenden Entscheidungen der Politiker*innen jetzt und in den nächsten Jahren um nichts weniger als um die Zukunft unserer Lebensgrundlagen geht. Jetzt sind Handlungen gefordert und keine leeren Versprechungen. Die Forderungen der Demo sind u.a. eine konsequente Klimapolitik, der Schutz der Lebensgrundlagen und ein würdiges Leben für alle weltweit. Weitere Informationen gibt es auf: https://www.klimademo.ch/

5G & Digitialisierung und der Stromverbrauch

Weit verbreitete Prognosen deuten darauf hin, dass der Gesamtstrombedarf der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) in den 2020er-Jahren exponentiell wachsen wird und dass dies vor allem auf den Bedarf von Data Centers und für die Datenübertragung zurückzuführen sein wird. 

Ohne Begrenzungen, wie z.B. tiefe Strahlengrenzwerte bei Mobilfunkanlagen, wird das Datenvolumen explodieren und die ganze ICT-Infrastruktur massiv ausgebaut. Der dadurch verursachte rasante Anstieg des Stromverbrauchs wird nicht gleichzeitig durch erneuerbare Energien gedeckt werden können. Somit wird es nicht möglich sein, Atom, Gas und Kohlekraftwerke abzulösen. Wenn wir nicht handeln, wird die ICT bis 2030 nach konservativer Prognose einen Stromverbrauch haben, der der Produktion von 1000 Kraftwerken in der Grösse vom Kernkraftwerk Gösgen entspricht.

Frequencia war daher auch auf der Demo vertreten und hat 10000 Flyer „Internet mit 5G-Booster: Klimaziele ade!“ an die Demonstranten verteilt, der auf Deutsch und Französisch vorliegt. Das Interesse an dem Thema war so gross, dass die Flyer in kürzester Zeit vergriffen waren. Es gab zahlreiche interessante Gespräche und Informationsaustausch, sowie erste Ansätze zu Kooperationen.

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