Marcel Hofmann

21. September 2019 in Kundgebung
Es gibt eine Vielzahl sehr guter Studien, welche Wirkungen von Kopfschmerzen bis zur Unterstützung des Tumorwachstums nachgewiesen haben.​

Marcel Hofmann, MSEE, Vorstand von frequencia​.

In der Zeitschrift «Der Beobachter», vom September 2018, wurde der ETH Professor Niels Kuster wie folgt zitiert: «Industrie und Behörden haben beschlossen, dass Mobilfunkstrahlung kein Risiko darstellt!»

Es gibt eine Vielzahl sehr guter Studien, welche Wirkungen von Kopfschmerzen bis zur Unterstützung des Tumorwachstums nachgewiesen haben. Zwei der bis anhin umfassendsten Tierstudien, die NTP[i] Studie aus den USA und die Ramazzini-Studie aus Italien, sind sogar zum Schluss gekommen, dass Mobilfunkstrahlung die Entstehung von Tumoren ermöglicht[ii].

Diese beiden Studien scheinen auch die beratende Expertengruppe nicht-ionisierende Strahlung des Bundes (BERENIS) beeindruckt zu haben. Sie schreibt in ihrem Newsletter vom November 2018: «Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die BERENIS aufgrund der Ergebnisse und deren Bewertung das Vorsorgeprinzip zur Regulierung von HF-EMF[iii] unterstützt.[iv]»

Im Weiteren hat das Bundesamt für Umwelt in ihrem Informationsbrief an die Kantone, vom April dieses Jahres, mit dem Titel: «Mobilfunk und Strahlung: Aufbau der 5G-Netze in der Schweiz» zugegeben, dass es nebst der allseits akzeptierten Wärmewirkung auch eine biologische Wirkung gibt. Gemäss BAFU ist somit die Beeinflussung der Hirnströme wissenschaftlich ausreichend nachgewiesen und es gibt Anzeichen für eine Beeinflussung der Durchblutung des Gehirns, für eine Beeinträchtigung der Spermienqualität, für eine Destabilisierung der Erbinformation sowie für Auswirkungen auf die Expression von Genen, den programmierten Zelltod und oxidativen Zellstress!

Trotzdem wird die Industrie- und Mobilfunklobby nicht müde zu erwähnen, dass bei 5G in der Schweiz gleiche und ähnliche Frequenzbänder und dieselbe Signalstruktur wie bei andern Mobilfunktechnologien eingesetzt werden und deshalb sich die biologische Wirkung kaum unterscheidet und die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterhin Gültigkeit hätten.

  • Fakt ist aber, dass bei der NTP Studie aus den USA, welche einen Krebsentstehung nachgewiesen hatte, die 2G & 3G Technologie verwendet wurde, welche trotz verschiedener Signalstruktur das gleiche Resultat geliefert haben! Somit kann davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse dieser Studie auch für 4G & 5G gelten!
  • Fakt ist auch, dass das Schreiben des BAFU auf Untersuchungen mit verschiedenen Mobilfunktechnologien basiert und somit klar aufzeigt, dass es schon lange Anzeichen auf schädliche Wirkungen bei Mensch und Umwelt gibt!
  • Kommt hinzu, dass bei 5G, sich gegenüber den bekannten Technologien wichtige Parameter geändert haben. So werden höhere Bandbreiten, schnellere Reaktionszeiten und stärkere Signale verwendet. Dies unterstützt den Standpunkt, dass 5G eher einen grösseren negativen Einfluss haben wird als die bekannten Technologien.

Elektromagnetische Strahlung hat Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt, denn …

  • sonst würde die Schweizer Rückversicherung das Risiko von Schäden durch Mobilfunkstrahlung versichern!
  • sonst gäbe es nicht gegen 800’000 Elektrohypersensible Menschen in der Schweiz!
  • sonst gäbe es nicht eine massive Zunahme von Schlafstörungen, hervorgerufen durch elektromagnetische Strahlung[v]!

Es ist an der Zeit, die Halbwahrheiten, welche uns immer wieder aufgetischt werden, nicht mehr hinzunehmen! Wir müssen uns für eine gesündere Umwelt für uns und vor allem unsere Kinder, für die alten und kranken Menschen sowie die Tiere und die Natur einsetzen! Wir lassen uns nicht mehr mit Aussagen abspeisen, es gäbe keine wissenschaftlichen Nachweise, dass Mobilfunk schädlich ist! Denn wir alle wissen: «Die Industrie und die Behörden haben beschlossen, dass Mobilfunkstrahlung kein Risiko darstellt!» 

[1] National Toxicology Program, U.S. Department of Health and Human Services

[1] www.scientificamerican.com/article/new-studies-link-cell-phone-radiation-with-cancer/

[1] Hochfrequente Elektromagnetische Felder (Mobilfunkstrahlung)

[1] Newsletter BERENIS – Sonderausgabe November 2018

[1] www.aerzteblatt.de/archiv/59105/Studie-Handystrahlung-verursacht-Schlafstoerungen

[i] National Toxicology Program, U.S. Department of Health and Human Services

[ii] www.scientificamerican.com/article/new-studies-link-cell-phone-radiation-with-cancer/

[iii] Hochfrequente Elektromagnetische Felder (Mobilfunkstrahlung)

[iv] Newsletter BERENIS – Sonderausgabe November 2018

[v] www.aerzteblatt.de/archiv/59105/Studie-Handystrahlung-verursacht-Schlafstoerungen

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